Schmelzwannen & Ausrüstung

U-FLAMMENWANNEN

ALLGEMEINES

Aufgrund ihrer hohen Flexibilität, kombiniert mit einem geringen Energieverbrauch ist die regenerative, endbefeuerte U-Flammenwanne gewissermaßen das „Arbeitstier“ der Glasindustrie. Die meisten massenproduzierten Glasprodukte wie Flaschen und Behälter aller Art sowie Geschirr bis hin zu Glasfasern können mit einem Minimum an Beheizung durch fossile Brennstoffe und somit mit geringen CO2-Emissionen hergestellt werden. Die typische Schmelzleistung dieses Wannentyps liegt bei 30 bis 500 t/d; in einigen Fällen können aber auch bis zu 700 t/d erreicht werden. Die Begrenzungen der Wannengröße ergeben sich aus der Flammenlänge und der Gewölbespannweite des Schmelzofens sowie den Brennerhälsen.

BESCHREIBUNG

Bei ausreichender Dimensionierung bewirken die Regeneratoren eine Wärmerückgewinnung der Schmelzwannenbeheizung und sorgen so für eine optimale Reduzierung der zur Glasschmelze eingesetzten Energie. Leicht überdimensionierte Regeneratoren sind eine Investition in die Zukunft, da sie einerseits den Wartungsaufwand verringern und andererseits den alterungsbedingt ansteigenden Energieverbrauch kompensieren. Zusätzlich ist damit im Zuge der nächsten Reparatur eine Vergrößerung der Wanne bei verkürzter Zeit bis zur Produktions-Wiederaufnahme und reduzierten Kosten möglich, wenn die Grundkonstruktion und das Unterteil des Regenerators weitergenutzt werden können.

Durch eine optimale Auslegung der Brennerhälse und des Oberofens lassen sich zudem extrem niedrige Emissionswerte in Bezug auf NOx und CO2 realisieren. Da dieser Wannentyp lediglich eine wechselnde Flamme in Glasflussrichtung aufweist, ist deren optimale Einstellung für den Glasschmelzprozess entscheidend. Nach dem Anfahren wird die Ersteinstellung in der Regel von den erfahrenen HORN®-Ingenieuren zur Optimierung der Verbrennung vorgenommen, um von Anfang an eine maximale Schmelzleistung zu gewährleisten.

Eine quer in den Boden der Schmelzwanne eingebaute Barriere, der sogenannte „Wall“, und ein vertiefter Läuterteil erhöhen gleichermaßen die Flexibilität der Wanne und die Glasqualität.

Der Wall unterstützt die Konvektion im Glasbad und verbessert so den Schmelzvorgang. Eine zusätzliche elektrische Beheizung (Boosting) verbessert noch einmal die Flexibilität der Wanne und ist besonders bei der Produktion von Farbglas von Vorteil.

Weitere Lanzen oder Brenner an der Wannenseitenwand können montiert werden, um die NOx-Emissionen durch eine abgestufte Verbrennung zu senken oder um die Schmelzkapazität durch „Oxy-Boosting“ mit reinem Sauerstoff zu erhöhen. Am gebräuchlichsten ist die Anwendung einer Druckluftlanze, um das NOx zu reduzieren und die Schmelzleistung allgemein zu verbessern. Diese mit „ggENOx“ bezeichnete Technologie kann auch bei laufendem Wannenbetrieb hinzugefügt werden. Sie eignet sich somit ideal zur Optimierung von Schmelzwannen, die mangelhafte Leistungswerte aufweisen.

LEISTUNGSMERKMALE

  • Geringer Energieverbrauch
  • Niedrige Emissionswerte
  • Hohe Flexibilität bei Lastwechseln
  • Hohe spezifische Schmelzleistung
  • Hohe Langlebigkeit

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